Rund 350 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich heute am Warnstreik im Siemens Schaltanlagenwerk Frankfurt und machten deutlich: Die Beschäftigten stehen geschlossen hinter den Forderungen der IG Metall in der Tarifrunde 2026. Mit ihrer starken Beteiligung sendeten sie ein klares Signal an die Arbeitgeberseite, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.
Kämpferisch und Selbtsbewusst!
Die Stimmung auf der Kundgebung war kämpferisch und selbstbewusst. Dafür gab es auch allen Grund. Das Werk steht wirtschaftlich gut da, die Auftragsbücher sind gefüllt und die Beschäftigten haben mit ihrer täglichen Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der Standort erfolgreich entwickelt. Dennoch verweigern die Arbeitgeber den Beschäftigten bislang eine angemessene Beteiligung an diesem Erfolg.
Im Mittelpunkt stand deshalb die Forderung der IG Metall nach 5 Prozent mehr Entgelt, einer tariflichen Gewinnbeteiligung sowie einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen. Viele Kolleginnen und Kollegen zeigten sich empört über das bisherige Arbeitgeberangebot, das weder der wirtschaftlichen Situation erfolgreicher Betriebe noch den Leistungen der Beschäftigten gerecht werde.
Die Erfolge von Siemens schaffen die Mitarbeiter!
In den Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, dass die Arbeitgeber gegenwärtig versuchen, die gesamte Metall- und Elektroindustrie auf eine Krisenerzählung zu reduzieren. Die Realität vieler Beschäftigter sieht jedoch anders aus. Gerade im Siemens Schaltanlagenwerk erleben die Kolleginnen und Kollegen volle Auftragsbücher, hohe Auslastung und steigende Anforderungen im Arbeitsalltag. Die Beschäftigten machen deutlich: Der Erfolg des Unternehmens fällt nicht vom Himmel, sondern wird jeden Tag von den Menschen in den Werkhallen, Büros und Werkstätten erarbeitet.
Für besonderen Applaus sorgte die Rede des Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Mirkan Dogan. In einer starken und kämpferischen Ansprache machte er deutlich, dass die junge Generation nicht bereit ist, bei der Zukunft ihrer Arbeits- und Ausbildungsbedingungen Abstriche hinzunehmen.
Die hohe Beteiligung von 350 Kolleginnen und Kollegen zeigte eindrucksvoll, dass die Beschäftigten bereit sind, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Arbeitgeber wurden daran erinnert, dass sie ihren wirtschaftlichen Erfolg den Beschäftigten verdanken. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten deshalb Respekt, Anerkennung und ihren fairen Anteil am gemeinsam erwirtschafteten Erfolg.
Ohne die Beschäftigten läuft nichts!
Mit dem heutigen Warnstreik setzte die Belegschaft des Siemens Schaltanlagenwerks Frankfurt ein klares Zeichen in der Tarifrunde 2026: Die Beschäftigten stehen zusammen, sind gut organisiert und bereit, für ihre Forderungen einzutreten. Denn eines wurde auf der Kundgebung immer wieder deutlich gemacht: Ohne die Beschäftigten läuft nichts.