Tarifrunde Metall- und Elektro 2026 Warnstreiks in der Früh- und Spätschicht bei Aumovio

Die Beschäftigten bei Aumovio in Frankfurt Rödelheim haben sich an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt.

Aumovio

4. November 2026 4. November 2026


Aumovio

Mit zwei kraftvollen Warnstreiks in der Früh- und in der Spätschicht haben mehrere hundert Beschäftigte am Hauptstandort des Automobilzulieferers Aumovio in Frankfurt-Rödelheim den Druck auf die Arbeitgeber in der Tarifrunde 2026 erhöht. Die hohe Beteiligung machte deutlich: Die Kolleginnen und Kollegen stehen geschlossen hinter den Forderungen der IG Metall und erwarten endlich ein Angebot, das ihrer Leistung und den Herausforderungen der Branche gerecht wird.

Beschäftigte stehe zur Forderung der IG Metall

Den Auftakt der Kundgebungen bildete ein Tarifbericht von Clarissa Bader aus der Bezirksleitung Mitte. Sie erläuterte den aktuellen Stand der Verhandlungen und ging detailliert auf das bisherige Angebot der Arbeitgeber ein. Dabei machte sie deutlich, dass die Arbeitgeber bislang weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleiben. Die Stimmung in den Betrieben und die hohe Beteiligung an den Warnstreiks zeigen hingegen, dass die Forderungen der IG Metall breite Unterstützung genießen und die Beschäftigten bereit sind, den Druck weiter zu erhöhen.

Anschließend rückte Michael Erhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Frankfurt am Main, die Zukunft des Standorts in den Mittelpunkt seiner Rede. Er ging auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie ein und machte deutlich, dass die Transformation nur gelingen kann, wenn Unternehmen Verantwortung für ihre Standorte und ihre Beschäftigten übernehmen. Gerade in Zeiten großer Umbrüche brauche es Investitionen, klare Perspektiven und ein Bekenntnis zu den Menschen, die den Erfolg des Unternehmens erarbeiten.

Besonders eindrucksvoll waren die Redebeiträge der betrieblichen Interessenvertretungen. Anil Alpay, Vorsitzender des Betriebsrats, und Torsten Wagner aus der Vertrauenskörperleitung betonten die Bedeutung des Zusammenhalts aller Beschäftigten am Standort. Sie machten deutlich, dass Entwicklung, Verwaltung und Produktion nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Aumovio steht zusammen 

Ihre Botschaft war klar: Ein Werk ohne Entwicklung ist für den Standort genauso gefährlich wie eine Entwicklung ohne Werk. Die Zukunft von Aumovio könne nur gesichert werden, wenn alle Bereiche gemeinsam gedacht und weiterentwickelt werden. Deshalb brauche es mehr Vernunft bei unternehmerischen Entscheidungen und ein klares Bekenntnis zum gesamten Standort Rödelheim.

Mit großem Applaus unterstützten die Beschäftigten die Forderung nach mehr Respekt und Anerkennung für die Leistungen der Belegschaft. Die Kolleginnen und Kollegen machen jeden Tag deutlich, worauf der Erfolg des Unternehmens beruht. Sie erwarten deshalb nicht nur eine faire Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch Zukunftsperspektiven für den Standort und seine Beschäftigten.

Die beiden Warnstreiks zeigten eindrucksvoll, dass die Belegschaft geschlossen hinter ihren Forderungen steht. In einer Phase, in der viele Unternehmen der Automobilindustrie vor wichtigen Entscheidungen stehen, sendeten die Beschäftigten von Aumovio ein deutliches Signal: Gute Arbeit verdient Respekt. Zukunft braucht Investitionen. Und der Erfolg eines Standorts ist nur gemeinsam zu sichern.

Mit ihrer starken Beteiligung haben die Kolleginnen und Kollegen in Frankfurt-Rödelheim deutlich gemacht, dass sie bereit sind, für ihre Forderungen einzustehen und den Druck in der Tarifrunde 2026 weiter zu erhöhen.