Tarifrunde Metall- und Elektro 2026 Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und Investitionen in die Zukunft

Mit einer kraftvollen zentralen Warnstreikkundgebung vor dem Verbandshaus von Hessenmetall haben rund 450 Kolleginnen und Kollegen aus den Metall- und Elektrobetrieben der Region Frankfurt den Druck in der laufenden Tarifrunde deutlich erhöht.

Aktionstag 6.11.26

6. November 2026 6. November 2026


Aktionstag 6.11.26

 

Die zentrale Warnstreikkundgebung der IG Metall Frankfurt machte deutlich: Die Beschäftigten lassen sich nicht mit einem Angebot abspeisen, das weder ihrer Leistung noch den Herausforderungen der Zeit gerecht wird.

„Es geht um die Worscht!“

Unter dem Motto „Es geht um die Worscht!“ trugen die Beschäftigten ihren Protest direkt vor die Haustür der Arbeitgeber. Die Botschaft war unmissverständlich: Wer von den Beschäftigten Flexibilität, Leistung und die Bewältigung der Transformation verlangt, muss endlich ein faires Angebot auf den Tisch legen. Die Forderungen der Tarifbewegung sind klar: 5 Prozent mehr Entgelt. Weitere Themen über die Gesprochen wird sind eine tarifliche Gewinnbeteiligung, eine soziale Komponente für die unteren Entgeltgruppen und Perspektiven für sichere Arbeitsplätze und Standorte. Gerade in einer Zeit, in der viele Kolleginnen und Kollegen mit Unsicherheit auf die Zukunft ihrer Betriebe blicken, erwarten die Beschäftigten mehr als Lippenbekenntnisse. Sie erwarten Investitionen in die Zukunft.

In zahlreichen Unternehmen werden derzeit Sparprogramme, Standortdebatten und Personalabbau diskutiert. Die Beschäftigten erleben täglich die Folgen der wirtschaftlichen Krise und der industriellen Transformation. Doch eines wurde auf der Kundgebung deutlich: Die Antwort auf diese Herausforderungen kann nicht darin bestehen, Arbeitsplätze abzubauen oder die Kosten auf die Belegschaften abzuwälzen.

Wer von Transformation spricht, muss auch bereit sein, in sie zu investieren. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten Investitionen in neue Produkte, neue Technologien, Qualifizierung und die langfristige Sicherung der Standorte. Die Zukunft der Industrie wird nicht durch Stillstand gewonnen, sondern durch Innovation, Mut und Investitionen. Dafür kämpfen die Beschäftigten in dieser Tarifrunde. 

Die Warnstreikkundgebung zeigte außerdem, dass Solidarität weit über die Werkstore hinausreicht. Gemeinsam mit den Beschäftigten beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter von ver.di, dem DGB und dem Bündnis Unkürzbar Rhein-Main. Damit wurde deutlich: Der Kampf um gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit verbindet Menschen weit über die Metall- und Elektroindustrie hinaus. 

Wir kämpfen zusammen!

Besonders die Kolleginnen und Kollegen von Unkürzbar Rhein-Main und ver.di machten deutlich, dass Zukunftsinvestitionen nicht nur in den Betrieben fehlen. Auch die geplanten Kürzungen an den hessischen Hochschulen stehen für eine Politik, die an den falschen Stellen spart. Wer eine starke Industrie, Innovationen und Fachkräfte sichern will, darf nicht gleichzeitig Bildung, Wissenschaft und Forschung schwächen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung machten deutlich: Gute Industriepolitik, starke Hochschulen und sichere Arbeitsplätze gehören zusammen

Ganztägige Warnstreiks -- wenn es sein muss!

Die Arbeitgeber sollten die Entschlossenheit der Beschäftigten nicht unterschätzen. Die Stimmung in den Betrieben ist klar: Wer Zukunft fordert, muss investieren. Wer Leistung erwartet, muss Respekt zeigen. Und wer einen Tarifkonflikt vermeiden will, muss endlich verhandlungsfähige Angebote vorlegen. Ansonsten werden die Warnstreiks weiter ausgeweitet. Die Kolleginnen und Kollegen haben heute eindrucksvoll bewiesen, dass sie bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen – wenn nötig auch mit ganztägigen Warnstreiks.